Andreas Mölzer MdEP: Buchpräsentation der Kärntner Konsensgruppe
ANDREAS MÖLZER
Abgeordneter zum Europaparlament

12. Oktober 2011, 10:30, EU-Parlament in Brüssel, Buchpräsentation der Kärntner Konsensgruppe

Anwesende EU-Abgeordnete:

Slowenische Abgeordnete:

  • Fajon Tanja (S&D),
  • Kleva Mojca (S&D),
  • Ivo Vajgl (ALDE),
  • Romana Jordan Cizelj (EPP)

 

Österreichische Abgeordnete:

  • Andreas Mölzer, Franz Obermayr, FPÖ
  • Othmar Karas, Elisabeth Köstinger, Hubert Pirker (ÖVP)
  • Jörg Leichtfried (SPÖ)
  • Ulrike Lunacek (Grüne)
  • Angelika Werthmann

 

Weitere Abgeordnete:

  • Philip Claeys, Slavi Binev
  • Landesrat Dr. Josef Martinz, ÖVP
  • Beate Brettner, SPÖ

Auf Einladung des freiheitlichen Delegationsleiters Andreas Mölzer stellte die Kärntner Konsensgruppe diese Woche im Europäischen Parlament in Brüssel ihre Chronik über den Kärntner Ortstafelstreit vor. Autor dieses, nicht nur 1,5kg schweren, sondern auch inhaltlich umfassenden Buches ist der Obmann des Kärntner Heimatdienstes, Dr. Josef Feldner. In mühevoller Kleinarbeit hatte er über Jahre und Jahrzehnte Zeitungsartikel zusammengetragen, die den Ablauf der Ereignisse exakt dokumentieren und im Buch abgedruckt sind.

Als Mitveranstalter dieser Buchpräsentation traten die EU-Abgeordneten der an Slowenien angrenzenden Bundesländer, Elisabeth Köstinger, Dr. Hubert Pirker und Jörg Leichtfried auf.

 

Ablauf:

Nach kurzen einführenden Worten des FPÖ-Delegationsleiters Andreas Mölzer, berichtete die Kärntner Konsensgruppe von ihrer erfolgreichen Arbeit. Eine von Dr. Josef Feldner geleitet Powerpoint Präsentation gab die Entwicklung von der Zeit der Konfrontation bis zur Ortstafellösung im Jahre 2011 wider.

Die Mitglieder der Konsensgruppe Univ.-Prof. Dr. Stefan Karner, Vize-Bgm. Bernard Sadovnik und Dr. Marjan Sturm beschrieben den Prozess der Annäherung. zunächst innerhalb der Konsensgruppe und ihre persönliche Eindrücke des Lösungsfindungsprozesses. Diese zeugten von der notwendigen Überwindung von Vorurteilen, die zunächst Misstrauen verursacht hatten. Es klang hier die feste Überzeugung an, dass eine Fortführung des Annäherungsprozesses verbreitert und fortgeführt werden müsse.

Die österreichischen Abgeordneten gratulierten der Konsensgruppe, die einen wertvollen Beitrag geleistet habe. Hubert Pirker stieß dabei eine systematische Kooperationsbemühung mit dem übrigen Grenzland, dem Friaul, Venetien und Slowenien an. Diese Idee nahm Landesrat Josef Martinz auf und gab das Ziel aus, im gesamten Alpe Adria Raum eine verstärkte Zusammenarbeit zu erreichen.

Der frühere Außenminister und nunmehrige EU-Abgeordnete Ivo Vajgl betonte die Nutzung des Kulturabkommens zwischen Österreich und Slowenien, welches er seinerzeit mit Ferrero-Waldner unterzeichnet hatte. Er werde sich persönlich dafür einsetzen, dass die deutsche Geschichte und Kultur in seiner Heimatstadt Marburg, insbesondere im Jahr, in dem die Stadt den Titel "europäische Kulturhauptstadt tragen wird, ausreichend gewürdigt werde.

Anschließend wandte sich Stefan Karner an Ivo Vajgl mit der Bitte sich dafür einzusetzen, die offizielle Bezeichnung für die deutsche Volksgruppe in "Skupnost" umzuwandeln, was dem Charakter der Volksgruppe entspricht.

Othmar Karas mahnte vor einem vermeintlichen Rückfall in nationalstaatliches Denken, welches er konstatiert. Er betonte die Vorbildsrolle der Region für ganz Europa.

Univ.-Prof. Karner dankte Andreas Mölzer in Namen der Konsensgruppe für die Organisation der gelungenen Veranstaltung.