ANDREAS MÖLZER
Fraktionsloses Mitglied des Europäischen Parlaments

Monday, 10. March 2014 13:28 Alter: 144 days

Saatgut-Verordnung der EU-Kommission ist entschieden abzulehnen

Regulierungswut soll kleine Saatguthersteller vom Markt drängen – Nicht internationale Agrarkonzerne, sondern regionale Vielfalt ist zu fördern

Die Pläne der EU-Kommission für eine neue Saatgutverordnung seien entschieden abzulehnen, sagte der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer, im Vorfeld der morgigen Abstimmung im Europäischen Parlament. „Der Entwurf der Kommission ist ein Anschlag auf die Lebensmittelvielfalt in Europa. Mit komplizierten Registrierungs- und Kennzeichnungsvorschriften sollen kleine Saatguthersteller vom Markt gedrängt werden“, hielt Mölzer fest.

Somit vertrete die Brüsseler Behörde ausschließlich die kommerziellen Interessen der internationalen Agrarkonzerne, kritisierte der freiheitliche EU-Mandatar. „Und genau das ist der falsche Weg: Vielmehr ist die Saatgutvielfalt zu fördern. Einerseits, weil regional vorkommende Sorten besser an die Gegebenheiten vor Ort angepasst sind, andererseits, weil die Sortenvielfalt auch ein Spiegelbild der kulturellen Vielfalt Europas ist“, betonte Mölzer.

Insgesamt seien die Saatgutpläne der Kommission symptomatisch für das, was in der EU alles falsch laufe, so der freiheitliche Europaabgeordnete. „Im Großen wie im Kleinen soll alles zentralisiert, reguliert und vereinheitlicht werden, weil damit den Interessen einer globalisierten Wirtschaft gedient ist. Kein Wunder, dass sich immer mehr Menschen mit Grausen von der EU abwenden“, schloss Mölzer.