ANDREAS MÖLZER
Fraktionsloses Mitglied des Europäischen Parlaments

Schicksalsjahr für Europa

EU-Wahl Ende Mai 2014 gibt Chance zur Kurskorrektur in der EU (ZZ 1–2/2014)

Wenn Ende Mai die EU-Bürger aufgerufen sind, ein neues Parlament zu wählen, besteht erstmals seit langem die Chance, daß es zu einer Kurskorrektur kommt. Denn immer mehr Europäer erkennen, daß die Politik des EU-Polit-Establishments geradewegs in die Sackgasse führt und wenden sich den reformorientierten rechtsdemokratischen Kräften wie dem Front National, dem Vlaams Belang, der Lega Nord oder der FPÖ zu.

Mit der zu erwartenden deutlichen Stärkung der patriotischen und identitären Parteien und Bewegungen wird es möglich, Druck für Reformen auszuüben. Dazu zählen insbesondere Rückverlagerungen von Zuständigkeiten an die Mitgliedstaaten, weil der Brüsseler Moloch ordentlich zurechtzustutzen ist. Denn nur auf diese Weise können das herrschende Demokratiedefizit in der EU, die ausufernde Massenzuwanderung oder die Umsetzung der Globalisierung nach US-amerikanischen Vorgaben wirksam bekämpft werden. Schließlich haben die Bürger und die historisch gewachsenen europäischen Völker im Mittelpunkt zu stehen und nicht eine selbstherrliche politische Pseudo-Elite, wie es derzeit der Fall ist.