ANDREAS MÖLZER
Abgeordneter zum Europaparlament

Vortrag bei der Wiener akademischen Burschenschaft Silesia (19. November 2005)

Thema des Vortrags im Zuge eines Symposiums: „Ich bin rechts, so sagt man“

Ich bin rechts, so sagt man, wenn ich mich als Angehöriger einer Burschenschaft zu erkennen geben. Dem Adjektiv „rechts“ folgt wie ein Pavlow’scher Reflex die Litanei des antifaschistischen Exorzismus: rassistisch, faschistisch, antisemitisch, neonazistisch, dumpf, von gestern usw. und im Allgemeinen schämt man sich, dass es so was wie rechts überhaupt bei uns gibt.

Haben wir tatsächlich die Ideale unserer Urväter verraten? Singen wir zwar in unseren Liedern von der Freiheit, während wir von einer Diktatur schwärmen, die mit Freiheit nicht besonders viel am Hut gehabt hat?

Leiden wir an Bewusstseinsspaltung, indem wir zwar eine spezifische nationale Identität für uns einfordern, diese jedoch anderen nicht zugestehen?

Das 145. Stiftungsfest ist ein guter Anlass, diese Fragen mit Freunden zu diskutieren. Sollten solche permanente Unterstellungen nämlich nicht zutreffen ist eigentlich nicht einzusehen, warum wir, die wir uns immer als wehrhafte Organisation gesehen haben, übelste Verleumdung praktisch ohne Gegenwehr dauernd über uns ergehen lassen.


Vortragende:
Andreas Mölzer, MEP
Generalmajor Mag. Wilhelm Figl
Hans-Ullrich Kopp
Militärsuperior Mag. Siegfried Lochner

Am Symposium nahmen rund 70 Leute teil.